Berichte


Hiermit ergänze ich die Studien zu den „Planetaren Grenzen“


Eng mit dem Klimawandel hängt die Versauerung der Ozeane zusammen. Nach Einschätzungen der IPCC-Experten hat der Ozean 30% des emittierten anthropogenen Kohlendioxids aufgenommen „und dadurch eine Versauerung erfahren“ (IPCC 2013: 9). Die Versauerung entsteht durch die Kohlensäure (H2CO3), die durch das eingetragene CO2 im Wasser entsteht. Wieviel Säure entsteht, hängt von vielen Faktoren ab, z.B. der Temperatur, dem Druck, der chemischen Zusammensetzung und wahrscheinlich auch der Photosynthese in den Meeren. Verschiedene chemische Reaktionen mit dem CO2 haben auch unterschiedliche Wirkungen (pH-senkend oder pH-neutral). (mehr …)

Die Ferienuni „Kritische Psychologie“ rief und über 800 Menschen meldeten sich an. Die Räumlichkeiten in der Alice Salomon Hochschule boten nicht so viel Platz wie die Freie Universität bei den letzten Ferienunis. Aber es war viel los.
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Es fanden täglich echte einführende Veranstaltungen in Holzkamps „Grundlegung der Psychologie“ entlang der auch online vorhandenen Einführung von Stefan Meretz statt. Andere Vorträge befassten sich mit philosophischen Grundlagen oder dem Verhältnis zum Marxismus und dessen neueren Entwicklungen. Im Programm gab es auch für die PraktikerInnen viel Raum. Das betraf vor allem die vielfältige Berufspraxis von PsychologInnen. Neu war der Versuch, die Praxis der Kollektiven Selbstverständigung auf der Ferienuni zu beleben und auch durchzuführen. Hier wird der Anspruch der Kritischen Psychologie, Begriffe „für Menschen zur Klärung/Verallgemeinerung je meiner Welt- und Selbsterfahrung“ (Holzkamp) bereitzustellen, ernst genommen. (mehr …)

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Die „Kritische Psychologie“ hat ein ganzes System von Kategorien entwickelt, bei denen es nicht mehr darum gehen soll, aus Sicht von PsychologieexpertInnen über andere Menschen zu sprechen, sondern allen Begriffe in die Hand zu geben, mit der sie ihre eigene Selbst- und Welterfahrung besser verstehen können. Es geht um die „Selbstverständigung über die interessengeleiteten Beweggründe und Konsequenzen meines je eigenen Handelns in kritischen Lebenssituationen“. (Holzkamp 1996: 166)

Das Buch „Grundlegung der Psychologie“ (Holzkamp 1983) ist theoretisch sehr anspruchsvoll und trotz aufklärender Handreichungen wie „Die „Grundlegung der Psychologie“ lesen“ von Stefan Meretz (2012) oder des Versuchs der „Einführung in die Kritische Psychologie“ von Morus Markard (2009) blieb bisher oft unklar, wie diese Begriffe zur angestrebten Selbstverständigung genutzt werden können.

Ein neues Büchlein kann hier ein Stück weiter helfen. In ihm wurden Beiträge zum Thema „Alltägliche Lebensführung“ aus der Sicht der Kritischen Psychologie zusammen getragen. Kurt Bader und Klaus Weber stellen mehrere Beiträge von ihnen selbst, von Ute Ostkamp, Klaus Holzkamp, Ole Dreier, Frigga Haug und anderen zusammen, die vielfältige Herangehensweisen und Erfahrungen zeigen. (mehr …)

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Ein wichtiger Begriff der Kritischen Psychologie ist die „Handlungsfähigkeit“. Er ist in dieser Theorie bestimmt als „Fähigkeit, im Zusammenschluss mit anderen Verfügung über meine jeweiligen individuell relevanten Lebensbedingungen zu erlangen“ (Holzkamp 1987). Ich brauche, um zu handeln, ja nicht nur meinen Willen dazu, sondern ich muss auch tatsächlich das bewirken können, was ich möchte. Dazu brauche ich die Verfügung über die dazu relevanten Lebensbedingungen. Zum Teil habe ich sie, zum Teil muss ich sie immer wieder neu erlangen und das geht meistens nicht alleine, sondern im Zusammenwirken mit anderen.

Die für mein Handeln notwendigen Lebensbedingungen stehen mir zumindest in der herrschenden Gesellschaft nicht in ausreichendem Maß zur Verfügung. Ich kann nur leben, wenn ich genug Geld verdiene und das kann ich nur, wenn ich demjenigen, der die „Investitionen“ dafür tätigt, Profit bringe. Letztlich kann ich unter diesen Bedingungen meine Interessen eigentlich nur befriedigen, wenn ich anderen damit strukturell schade, also wenn andere meinen Arbeitsplatz nicht haben, wenn andere möglichst zu billigen Löhnen arbeiten müssen, wenn die Natur zerstört wird, damit die Güter für mich bezahlbar bleiben. All diese Bedingungen beschränken mich – aber gleichzeitig sind sie die Grundlage dafür, dass ich unter diesen Bedingungen überhaupt existieren kann.

Ich schaffe diese Bedingungen täglich mit, und muss sie immer wieder in Frage stellen. Wenn ich sie verändern will, muss ich mich mit anderen zusammen tun.

Die alten Konzepte vom Klassenkampf, bei dem davon ausgegangen wird, dass bestimmte Menschengruppen per se gemeinsame Interessen haben und gegen andere Menschengruppen kämpfen, haben ausgespielt. Deshalb werden neue Erfahrungen aufgegriffen und neue Konzepte entwickelt. Drei wichtige Konzepte für eine neue Theorie und Praxis werden von Rahel Sophia Süß in ihrem Buch „Kollektive Handlungsfähigkeit“ aufgegriffen und vorgestellt.

Ich werde zuerst wichtige Aspekte dieser Konzepte referieren und dann zusammenfassen, was dies für die Praxis der Sozialen Selbstverständigung beitragen kann.
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Unsere „Königin der Nacht“ hat letzte Nacht die erste Blüte für dieses Jahr geöffnet. Sie wird noch mindestens zweimal wahrscheinlich sogar mehrere Blüten haben. Meistens haben wir dann auch Besuch, so dass sie ihre Pracht wenigstens mehreren Leuten präsentiert. Hier für die, die nicht da waren, noch eine 2D-Ansicht:

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Ich hatte mich in den letzten Wochen durch meine Bibliothek gelesen und einiges von den Ergebnissen habe ich am vorigen Wochenende in Wien bei einem Workshop vorgestellt. Die Vortragsfolien lassen sich bei Slideshare aufrufen

 

 

Gedankenexperiment

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Es gibt recht viele Versuche, sich von Geld zu befreien. Eine entsprechende Googlesuche landet immer wieder auf Berichten von Menschen, die eine Reise lang oder eine gewisse Zeit ohne Geld zu leben versuchen.

Diese individualistischen Lösungen passen gut zum individualistischen Zeitgeist – an „große Erzählungen“ mit der Vision eines „geldfreien Lebens für alle“ traut sich kaum jemand heran. Oder kennt Ihr aktuelle Geschichten und Romane, die sich der Aufgabe stellen, eine Welt ohne Geld zu erdenken und möglichst noch so, dass sie nicht in Wolkenkuckuckheim verankert ist, sondern sich auf unserer Erde in nächster Zukunft verwirklichen könnte?
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