Berichte


Kaum ein Symbol wurde in den letzten Jahren der DDR so wichtig wie das Symbol „Schwerter zu Pflugscharen“ in einem Kreis. Es stand für Dissidenz und wurde, wo es irgend ging, unterdrückt. Es war aus dem Westen gekommen, aus alternativen, friedens- und antiatomkraftorientierten Bewegungen.

Jetzt soll ein Freund eine hohe Strafe zahlen, weil er mit dem Druck von Aufklebern mit diesem Symbol plötzlich Markenrechte verletzt.
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Geht’s uns nicht gut? Während mehr als die Hälfte der bundesrepublikanischen Bevölkerung in „Zuwanderung und Migration“ ein Problem sieht und etwas weniger als die Hälfte im Thema „Kriminalität, Frieden, Sicherheit“, zählen nur ein Fünftel der Bevölkerung Umwelt- und Klimaschutz zu den wichtigsten Problemen (UBA 2017).

(Joe Webb)
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Dieser Beitrag gehört zum Themenkomplex:
„Bedürfnisse über den Kapitalismus hinaus – bei Marx und Heller“


„Ihr lacht wohl über den Träumer, der Blumen im Winter sah?“
(Franz Schubert und Wilhelm Müller, Die Winterreise, Frühlingstraum;
Eingangszitat im Buch von Agnes Heller)

Karl Marx bezieht sich häufig auf menschliche Bedürfnisse, verwendet diesen Begriff aber eher unsystematisch und auch inkohärent. In der Kritischen Psychologie wurde eine Theorie der Bedürfnisse schon von Ute Holzkamp-Osterkamp (1977) entwickelt und von Klaus Holzkamp (1985) in seine „Grundlegung der Psychologie“ integriert. Später tauchen die Bedürfnisse als Moment von Gründen in der Behandlung des Begründungsdiskurses nicht mehr auf (außer z.B. bei Krauss 1998), obwohl damit ein großes Potential verschenkt wird. (mehr …)

Dieser Beitrag gehört zum Text „Über Bedürfnisse“.


Wenn es um menschliche Bedürfnisse geht, so ist einerseits zu berücksichtigen, dass viele von ihnen einen Grundlage darin haben, dass Menschen tierische Organismen sind, aber andererseits ist auch der qualitative Unterschied herauszuarbeiten, durch den sich Menschen von allen anderen Tieren unterscheiden. Im folgenden Kapitel wird deshalb die Besonderheit der Menschen als gesellschaftliche Wesen untersucht, bevor die Folgen der  Gesellschaftlichkeit der Menschen für menschliche Bedürfnisse betrachtet werden. Die meisten Überlegungen dazu stammen aus der „Grundlegung der Psychologie“ von Klaus Holzkamp (1985), d.h. aus der Kritischen Psychologie, die an vielen Stellen auch eine Art „Anthropologie“ entwickelte. 

2.1 Gesellschaftlichkeit (mehr …)

no-future
Als die Zeitschrift „Streifzüge“ einen Call of Papers zum Thema „(NO) FUTURE“ startete, konnte ich wieder einmal nicht widerstehen. Der Text, den ich dafür geschrieben habe, steht jetzt auf der Webseite der Zeitschrift online:

Eine andere Zukunft ist not-wendig

P.S. Hier kann man sich die im Text genannte Karikatur auch anschauen.

Hiermit ergänze ich die Studien zu den „Planetaren Grenzen“


Eng mit dem Klimawandel hängt die Versauerung der Ozeane zusammen. Nach Einschätzungen der IPCC-Experten hat der Ozean 30% des emittierten anthropogenen Kohlendioxids aufgenommen „und dadurch eine Versauerung erfahren“ (IPCC 2013: 9). Die Versauerung entsteht durch die Kohlensäure (H2CO3), die durch das eingetragene CO2 im Wasser entsteht. Wieviel Säure entsteht, hängt von vielen Faktoren ab, z.B. der Temperatur, dem Druck, der chemischen Zusammensetzung und wahrscheinlich auch der Photosynthese in den Meeren. Verschiedene chemische Reaktionen mit dem CO2 haben auch unterschiedliche Wirkungen (pH-senkend oder pH-neutral). (mehr …)

Die Ferienuni „Kritische Psychologie“ rief und über 800 Menschen meldeten sich an. Die Räumlichkeiten in der Alice Salomon Hochschule boten nicht so viel Platz wie die Freie Universität bei den letzten Ferienunis. Aber es war viel los.
fu-2016-4

Es fanden täglich echte einführende Veranstaltungen in Holzkamps „Grundlegung der Psychologie“ entlang der auch online vorhandenen Einführung von Stefan Meretz statt. Andere Vorträge befassten sich mit philosophischen Grundlagen oder dem Verhältnis zum Marxismus und dessen neueren Entwicklungen. Im Programm gab es auch für die PraktikerInnen viel Raum. Das betraf vor allem die vielfältige Berufspraxis von PsychologInnen. Neu war der Versuch, die Praxis der Kollektiven Selbstverständigung auf der Ferienuni zu beleben und auch durchzuführen. Hier wird der Anspruch der Kritischen Psychologie, Begriffe „für Menschen zur Klärung/Verallgemeinerung je meiner Welt- und Selbsterfahrung“ (Holzkamp) bereitzustellen, ernst genommen. (mehr …)

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