Essay


Ich habs geahnt: Schon vor 10 Jahren schrieb ich Texte „Für eine Revolution der Rettung“ (Teil I, Teil II, Teil III). Mittlerweile hat sich – natürlich ganz unabhängig von mir – in mindestens 50 Ländern eine Bewegung mit dem Namen „Rebellion für das Leben“ entwickelt, auf Englisch: „ExtinctionRebellion“.

Ich war am Donnerstag bei einer Einführungsveranstaltung in Jena, in deren Ergebnis üblicherweise Ortsgruppen gebildet werden. Hanna aus Frankfurt erinnerte zuerst an die Dramatik der Situation und dass sich das Klima nicht nur „wandelt“, sondern auf eine Katastophe hin entwickelt, eine  Katastrophie, die in vielen Gebieten der Erde schon stattfindet. (mehr …)

Blogbeiträge lassen sich trotz der Schlagwortsuche oft schlecht wieder finden. Weil das Thema Klima derzeit so aktuell ist, möchte ich die Beiträge zu diesem Thema hier verlinken.

Schon vor 10 Jahren:

Fakten und Zusammenhänge

Klimapolitik

Gesellschaftliche Folgen

FridaysForFuture und XR und so weiter…

Ent-Täuschung und  Trauer… und wie weiter?

Und so weiter…

 

  • Klimanetz Region Jena (mit Posts von Scientists&Parents For Future Jena)
  • Und jetzt noch: Ein Link zur „Symphony of  Science“ zum  Klima-Umbruch:

    Ich habe gestern den wunderbaren Film „Die Architekten“ gesehen. Ich kann ihn allen empfehlen, die etwas über die DDR wissen wollen.

    Einige der Wortwechsel sind auch heute noch aktuell. So auch dieser:

     „Du weißt, dass ich ähnliche Probleme sehe. Aber ich versuche, etwas zu tun. Nur durchs Tun kann man etwas verändern.“

    „… Natürlich hab ich auch etwas getan. Oft genug. Ich kann nur nicht so tun, als hätte ich keine schlechten Erfahrungen gemacht. Es ist nicht schlimm, dass ich Probleme sehe… Schlimm ist nur, dass ich nichts verändern kann.“

    „Aber es tut sich doch was. Überall. Es gibt nur  Hoffnung auf Veränderung, wenn man sich engagiert.“

    „Hoffnung…, Ich habe einfach keine Zeit, auf Neues zu hoffen…“

    Die streikenden Schülerinnen und Schüler haben das Thema Klimawandel endlich ins Gespräch gebracht. Seit einigen Monaten sickert das Wissen über den Ernst der Lage auch verstärkt über die Medien ins Bewusstsein und verursacht Unbehagen und auch Ängste.

    Also muss schnell eine Lösung her. „Flugscham“ im Flieger hilft schließlich nicht wirklich gegen die Erderwärmung. Eine der vorgeschlagenen Lösungen, die CO2-Steuer, ist nicht wirklich neu. Viele in der SPD fordern sie, die CDU/CSU ist dagegen und will lieber den Handel mit Emissionszertifikaten ausbauen. Die SchülerInnen von Fridays4Future fordern eine Steuer von 180 Euro pro Tonne CO2. (Dies wurde vom Umweltbundesamt berechnet als Schaden aus einer Tonne CO2. Ich komme auf diese Berechnung noch einmal zurück).

    Meine Position dazu ist nicht so eindeutig. Bei dieser Frage kann es nur ein „Ja, aaaaber…“ geben. Schon die Alternative CO2-Steuer oder Zertifikatehandel ist letztlich nur eine „Illusion der Alternativen“, die den Blick auf echte Auswege verdeckt.

    (mehr …)

    Dieser Text gehört zum Projekt „Über Utopie und Transformation neu nachdenken“.


    Problemcluster 2: Finalismus, Einlinigkeit, Verlust der Möglichkeitsfelder, Multifaktorialität

    Die Übertragung des Keimform-Konzepts aus der Geschichtstheorie in die dementsprechende Antizipation erbt auch die anderen Probleme der Keimform-Geschichtstheorie, so auch jene des Finalismus, der Einlinigkeit und des Verlusts der Möglichkeitsfelder. (mehr …)

    Dieser Text gehört zum Projekt „Über Utopie und Transformation neu nachdenken“.


    Wenn die Keimformtheorie als Aufhebungstheorie gilt, so wird sie als Geschichtstheorie verwendet. Das, was bisher in geschichtlichen qualitativen Umbrüchen in der Gesellschaft geschah, soll in grundsätzlich derselben Weise (in den genannten 5 Schritten) auch wieder passieren und deshalb kann das Wissen darüber Handlungsorientierungen geben. (mehr …)

    Dieser Text gehört zum Projekt „Über Utopie und Transformation neu nachdenken“.


    Problem: Abhängigkeit von der Bestimmung der Gegenwart

    Das Beispiel mit der Entstehung des Kapitalismus offenbart eine wichtige Problematik dieses Vorgehens für historische Darstellungen und Erklärungen: Es hängt außerordentlich von der Fassung des letztlich erreichten Zustandes ab, welche Faktoren in der historischen Untersuchung überhaupt betrachtet werden. „Die Anatomie des Menschen ist ein Schlüssel zur Anatomie des Affen“ schreibt Marx dazu (MEW 42: 39). Was ist nun aber die „Anatomie des Kapitalismus“? Für Simon und Stefan ist das Wesentliche des Kapitalismus der verallgemeinerte Tauschzwang. (mehr …)

    Nächste Seite »